Pflicht austauschbare Akkus
Pflicht fĂĽr austauschbare Akkus gefordert
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Gibt es bald eine Pflicht für austauschbare Akkus? Als Unterstützung zum faire Verbraucherverträge-Gesetz und zur Update-Pflicht für Handys und andere Geräte scheint sich die gesetzliche Regelung für den Austausch von Smartphone-Akkus nun doch nicht anzubahnen.

Jedenfalls hat die Bundesregierung den Forderungen des Bundesrats eine Absage erteilt.

Das Thema hatte kürzlich den Bundesrat beschäftigt. In der 1000. Sitzung des Bundesrates (zur Tagesordnung geht es HIER) am 12. Februar 2021 stand als Tagesordnungspunkt 36 der »Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes« auf der Tagesordnung. Den Entwurf kannst du als PDF abrufen

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Ja, Rechner anzeigen

Ăśber die Suche nach einem Handy mit Wechsel-Akku habe ich ja schon im letzten Sommer geschrieben. Seither hat sich nicht viel getan.

Letzte Aktualisierung: 23.6.2020
Von der Suche nach einem Handy mit Wechsel-Akku

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Wechsel-Akku

Pflicht zu wechselbaren Akkus per Gesetz?

Wer ein Smartphone mit wechselbarem Akku sucht, hat bis auf die Hersteller Fairphone und Gigaset sowie einige wenige Geräte (Einsteiger-Segment) von Samsung kaum Auswahl.

Das hatte den Bundesrat beschäftigt, der eine Pflicht per Gesetz forderte:

Derzeit liegt der Anteil von nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz erfassten Geräte, die einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden, bei rund zwei Prozent. Nach Schätzungen von UBA und NABU wäre eine
Quote von fünf bis 15 Prozent möglich. Neben einer besseren Erfassung muss
es daher Ziel sein, gebrauchsfähige Geräte einer Wiederverwendung zuzuführen.

Und diese Wiederverwendung (entweder, indem Verbraucher*innen ihr Handy länger nutzen oder es einfacher als funktionsfähige Gebrauchtware weitergeben zu können) sollte eben durch die Möglichkeit, Akkus einfach auszutauschen, erwirkt werden.

Ein austauschbarer Akku, der vom Endnutzer selbst getauscht werden kann, führt dazu, dass das Smartphone länger genutzt werden kann. Oftmals ist der Akku das störanfälligste Bauteil am Smartphone.

Dazu sollten Hersteller unter anderem verpflichtet werden, entsprechende Tauschakkus bis zu 5 Jahre lang vorzuhalten.

Daran gekoppelt, muss von den Herstellern sichergestellt werden, dass die Akkus, nach dem Kauf noch z. B. ca. fünf Jahre als Ersatzteile innerhalb einer bestimmten Frist (z. B. 14 Tage) geliefert werden können.

Absage der Bundesregierung an Akku-Tausch-Pflicht

Kein Akku-Wechsel-Dich gibt es jedenfalls, wenn es nach der Bundesregierung geht. Die hat den Forderungen des Bundesrates zur Akku-Tausch-Pflicht nun eine Absage erteilt:

Die Bundes­regie­rung unter­stützt die Inten­tion des Antrags, lehnt die vorge­schla­genen Ände­rungen jedoch ab

Bundesregierung: Pflicht zu austauschbaren Akkus ist EU-Sache

Wie kommt es zu der absurd-klingenden BegrĂĽndung?

Die Bundesregierung sieht sich nicht zuständig. Die Pflicht zu austauschbaren Akkus sei EU-Sache, so heißt es in der Stellungnahme (als PDF abrufbar). Der Handel mit Smartphones und anderer Elektronik beträfe nicht nur den Binnenmarkt.

Auch das Vorhalten von Ersatzakkus fĂĽr eine Zeit von fĂĽnf Jahren solle nicht gesetzlich verankert werden.

Seit letztem Jahr tut sich ja sehr viel in Sachen Akku: Sie werden nicht nur größer, sondern unterstützen auch neue Ladestandards. Etwa immer schnelleres oder kabelloses Laden.

Xiaomi hatte ja kürzlich noch das Mi Air Charge Prinzip gezeigt, mit dem Handyakkus aus der Distanz aufgeladen werden können. Aber: Immer neue und andere Akkus erschweren natürlich auch den Austausch.

ĂĽberteltarif.de
Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
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Ob austauschbare Akkus zur Pflicht werden?

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