Recht auf Reparatur
Die EU möchte als Umweltschutzmaßnahme ein "Recht auf Reparatur" auch für Smartphones einführen
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Die EU-Kommission hat schon im März 2020 in einer Pressemitteilung deutlich gemacht, elektronischen Geräten, die nicht oder schwer repariert werden können, den Garaus zu machen. Dafür soll es ein EU-geregeltes »Recht auf Reparatur« geben. Lange war es nun ruhig um die Pläne. Im November hat jetzt das EU-Parlament für mehr Nachhaltigkeit und gegen Elektroschrott gestimmt.

Das sogenannte Recht auf Reparatur soll dabei

  • eine längere Garantiedauer,
  • garantiert erhältliche Ersatzteile,
  • besseren Zugang zu Informationen ĂĽber Reparatur und Wartung,
  • ein einheitliches System fĂĽr Ladegeräte,
  • die Kennzeichnung von Produkten im Hinblick auf ihre Lebensdauer und
  • die Beseitigung von Hindernissen, die Reparatur, Weiterverkauf und Wiederverwendung im Wege stehen

umfassen. Gefordert werden auĂźerdem mehr UnterstĂĽtzung fĂĽr den Gebrauchtwarenmarkt und fĂĽr nachhaltige Herstellungsverfahren.

Einer Eurobarometer-Umfrage zufolge würden 77 % der Unionsbürger ihre Geräte lieber reparieren lassen, als sie zu ersetzen. 79 % der Befragten sind zudem der Meinung, dass die Hersteller gesetzlich verpflichtet werden sollten, die Reparatur digitaler Geräte bzw. den Austausch ihrer Einzelteile zu ermöglichen.

Jedenfalls wird es immer konkreter, wenn es um das Recht auf Reparatur geht. So wurde Ende September 2021 bekannt, dass die EU an einem Reparierbarkeitsindex arbeitet.

Bislang gibt es ja neben dem Fairphone nur wenige nachhaltige Ansätze auf dem Smartphone-Markt. Eine bessere Reparatur von Handys ist demnach wünschenswert. Allein die Praxis, Akkus fest zu verbauen (jaja, wasserfeste Geräte und so …) ist ja so ein Unding, das für verfrühten Elektroschrott sorgen kann.

Das Recht auf Reparatur soll übrigens, einem heise.de-Bericht zufolge, zusammen mit der Update-Pflicht erweitert werden. Das besagen Pläne des Wirtschaftsministeriums.

Quellen
EU Parlament (Pressemitteilung vom 26.11.2020) | EU Kommission (PM vom 11.3.2020)
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Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
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