Warum so umständlich?
Warum so umständlich? Die wenigsten Smartphone-Namen sind besonders einprägsam
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Warum sind Smartphone-Namen eigentlich so umständlich?

Vielleicht hast du es mitbekommen, Motorola hat kürzlich das Motorola Moto G 5G Plus vorgestellt. Ja, richtig. Der Name ist wirklich so kompliziert.

Mal ehrlich, diese Aneinanderreihung von Buchstaben ist doch weder einprägsam, noch stiftet sie irgendeine Identität oder ein besonderes Markenbewusstsein.

Von Mozart und Wildfire

Ich werde ganz wehmütig, wenn ich an längst vergangene Zeiten zurückdenke.

Mein Handy war einfach nur „das Mozart“, ganz fernab von kryptischen Aneinanderreihungen von Zahlen und Buchstaben (zugegeben, das HTC Mozart hatte aus ganz anderen Gründen keine besonderen Chancen am Markt, Stichwort Windows Phone).

Wildfire, Salsa, Mozart, das ließ sich gut merken. Auch ein Motorola RAZR (mittlerweile wieder da) stach heraus.

Kreativität ist gefragt

Aber irgendwie ist das Branding ein Problem dieser Zeit. Samsung könnte demnächst seine Foldable-Reihe umbenennen und das holperige Galaxy Z Flip 2 herausbringen.

Und Sonys Xperia 1 II zeugt ebenfalls nicht unbedingt von Kreativität in der Namensfindung.

Die Problematik setzt sich fort, denn bei vielen Herstellern gibt es Smartphones sprichwörtlich im Überfluss.

Samsung bedient mehrere Modellreihen (Galaxy S, Galaxy Note, Galaxy A, Galaxy M, Galaxy Z), ebenso wie Xiaomi oder Huawei.

Und Xiaomi? Der Hersteller bringt Smartphones wie am Fließband heraus und bestückt alte Reihen neu. Dabei heraus kommen dann Bezeichnungen wie Xiaomi Mi 10 Pro Plus.

Da gibt es natürlich die Nachfolger, mal mehr, mal weniger durchgehend nummeriert.

Nebenbei werden ältere Handys in einer aktuellen Version neu aufgelegt (und einfach eine „2020“ im Modellnamen ergänzt).

Oder Smartphones bekommen einen 5G-Chip verpasst – was sich natürlich auch im Namen widerspiegeln muss, also schnell noch ein „5G“ reingeklatscht.

Das klingt oft zu bemüht und lässt eine Strategie vermissen. Wird jetzt etwa in jedem Handy der zweiten Jahreshälfte ein 5G im Namen stecken?

So funktioniert es

Aber es gibt Gegenbeispiele. OnePlus Nord zum Beispiel. Dort hat OnePlus-Mitbegründer Carl Pei sogar enthüllt, wie es zu diesem für Smartphones eher ungewöhnlichen Namen kam (innerer Kompass und so). Hier haben sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht.

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Auch ein LG Velvet verfolgt zumindest namenstechnisch den richtigen Ansatz.

Und auch bei Apple bleibt es weitestgehend einfach, doch Namen wie iPhone 12 Pro Max driften auch schon wieder in eine eher komplizierte Richtung ab.

Wiedererkennungswert statt Langeweile und Massenproduktion

Mal ehrlich: Es wird so viel Geld für Marketing und Werbung ausgegeben, warum sich nicht ein wenig mehr anstrengen und Ordnung in den Berg aus kryptischen Handybezeichnungen bringen?

Schafft einen Wiedererkennungswert, hebt sich aus der langweiligen Masse ab und vor allem transportiert es eine Botschaft.

Weg mit dem „Hier ist ein weiteres langweiliges Smartphone, das sich kaum von der Masse abhebt und eigentlich genauso austauschbar ist, wie die fünf anderen neuen Smartphones“ und hin zu „Hier ist ein neues Smartphone, das vom Namen bis hin zu den Specs super durchdacht ist.“ Das wäre doch mal was, oder?

Steffi
Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
Diskutiere mit uns und anderen!

Welchen Smartphone-Namen findest du besonders umständlich? Und was ist dein Gegenbeispiel?

1 KOMMENTAR

  1. Was ich auch irre fand: Das Huawei P40 Pro Plus. Oder Pro+. Da hat man schon den Pro-Zusatz. Und dann muss noch mal ein Plus hinten drauf. Meine Herren! 😉

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