Drillisch Markenwechsel
Für einen Drillisch Markenwechsel wurden früher einmal 27,95 € fällig. Jetzt blätterst du "nur noch" 19,99 € hin
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Wann immer es neue Drillisch Aktionstarife gibt (dienstags wechselt der Provider ja für gewöhnlich seine Tarifangebote, indem Sonderaktionen mit Sonderpreisen oder -leistungen aufgerufen werden), stellt sich auch die Frage nach einem Drillisch Markenwechsel. Denn warum weiterhin als Bestandskunden einer anderen Drillisch-Marke mehr für das Tarif-Setup bezahlen, als Neukunden aktuell davon profitieren?

Was koster der Drillisch-Tarifwechsel?
💬 Der Drillisch-Tarifwechsel, also der Tarifwechsel innerhalb einer Drillisch-Marke, kostet (Stand: Oktober 2020) 19,99 € einmalig. Zuvor betrugen die Kosten dafür 29,99 €.
Was kostet der Drillisch-Markenwechsel?
💬 Der Drillisch-Markenwechsel (also der Wechsel bspw. von PremiumSIM zu winSIM etc.) kostet einmalig 19,99 € (Stand: Oktober 2020). Zuvor lag dieser bei 27,95 €.
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Letzte Aktualisierung: 19.1.2021
Drillisch-Angebote der Woche: Das sind die Drillisch Deals

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Drillisch Angebote

Drillisch-Marke wechseln

Wer also bspw. einen winSIM-Tarif mit 5 GB Daten für 7,99 € ergattert hatte, jetzt aber bei PremiumSIM bspw. 7 GB LTE für 7,77 € sieht, fragt sich doch mit Sicherheit: Wie kann ich innerhalb meines Drillisch-Tarifs wechseln, weniger bezahlen und dennoch mehr Leistung zur Verfügung haben?

An sich eine gute Idee, der jedoch mit Hürden und Nachteilen versehen ist. Und um die kümmern wir uns jetzt.

Drillisch: Markenwechsel kein Anbieterwechsel

Eigentlich ist es ganz einfach, eine Drillisch-Marke zu wechseln: winSIM und PremiumSIM sind ja alle unterm 1&1/Drillisch-Dach vereint, ihr wechselt also in obigem Beisoiel streng genommen zwar nur den Tarif (weil der übergeordnete Anbieter gleich bleibt), für Drillisch ist dies aber ein Markenwechsel− und eben kein Anbieterwechsel.

Die schlechte Nachricht lautet: Während ein Anbieterwechsel ja bei abgehender Rufnummernmitnahme nur noch maximal 6,82 € kosten darf, hat sich Drillisch hier ein Schlupfloch gesichert.

Drillisch Markenwechsel-Gebühr = 19,99 €

Denn für den Anbieter handelt es sich eben nicht um einen Anbieter-, sondern um den besagten Drillisch-Markenwechsel. Und der kostet laut Preisliste 19,99 €, wie ein aktueller Blick in die Preisliste einiger Drillisch-Marken offenbarte (Danke für den Hinweis aus den Kommentaren). Zuvor lag dieser bei 27,95 € (!).

Doch ist das überhaupt erlaubt?

Vermutlich schon, die feine drillische Art ist es aber gewiss nicht. Natürlich möchte man damit den Wechsel- und Tarifoptimierungssport unterbinden, der dich preislich immer weiter nach unten hüpfen lässt. Denn wer ohne Kosten seinen Drillisch-Tarif aktualisieren kann, minimiert damit ja die Marge des Mobilfunkproviders.

Drillisch-Tarifwechsel = 19,99 €

Übrigens: Wer innerhalb einer Drillisch-Marke einen Drillisch-Tarifwechsel vornehmen möchte (also bspw. von einem winSIM zu einem günstigeren winSIM-Tarif), zahlt dafür einmalig 19,99 €, so ist es ebenfalls in der Preisliste notiert (zuvor: 29,99 €).

Gab es früher noch ein Kuriosum mit Vorfälligkeitsentschädigung, so ist dies nun eindeutig auf eine feste Summe festgelegt. Doch Achtung: Bei 24-monatiger Laufzeit kann trotzdem noch eine saftige Vorfälligkeitssumme dabei herauskommen, wenn ihr vorzeitig den Tarif wechselt.

Insidertipps zum Drillisch-Tarif- oder Markenwechsel

Nun gibt es ja immer wieder die Foren-Tricks, nach denen monatlich kündbare Drillisch-Tarife einfach innerhalb einer Aktionspreis-Periode gekündigt werden sollten − denn der Kundenservice würde einem dann zwangsläufig bessere Konditionen anbieten.

Dies galt bzw. gilt aber freilich nur beim selben Anbieter (es bringt also nichts, winSIM zu kündigen, wenn die Aktion, die ihr favorisiert, bei PremiumSIM stattfindet oder anders herum).

Wir raten dir aber zu Folgendem: Wer glaubt, wegen ein paar Cent weniger (oder mehr Leistung, die man aber evtl. gar nicht benötigt) seinen Drillisch-Tarif wechseln zu wollen, sollte die Hürden und Fallstricke nicht ignorieren. Denn mitunter rechnet sich das nicht, sondern es rächt sich, wenn auf einmal die vielen Bagatellkosten auf einen zukommen. Nur bei gravierenden Preis- und / oder Leistungs-Abweichungen solltest du über eine Optimierung nachdenken.

Lass also am besten viele Sonderaktionen einfach an dir vorbeiziehen, bevor du dich in etwas hineinmanövrierst, das letztlich teuer werden könnte.

Daniel
Tarif-Experte / findet sein iPhone 7 (256 GB) total ausreichend - und die congstar Allnet-Flat (10 GB) für 16,25 € mtl. sowieso / ist mit seinem Tarif komplett überversorgt und versurft selten sein komplettes Datenvolumen / mag keine langen Fußnotentexte / empfiehlt bei den Smartphonefreunden nur das, was er auch guten Freunden rät
Diskutiere mit uns und anderen!

Was meinst du zur Drillisch-Markenwechsel-Gebühr?

14 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    ich habe die Bundesnetzagentur wg. Drillisch angeschrieben. Ich wollte von simply zu sim.de wechseln und folgende Antwort erhalten:
    Bundesnetzagentur

    Sehr geehrter Herr ,

    vielen Dank für Ihre Anfrage.

    Die Mitnahme einer Rufnummer zu einem anderen Telekommunikationsanbieter verursacht grundsätzlich Kosten. Nach § 46 Abs. 5 TKG können dem Teilnehmer nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Anbieterwechsel entstehen. Die im Rahmen eines Anbieterwechsels in Rechnung gestellten Entgelte unterliegen einer nachträglichen Regulierung (missbräuchliches Verhalten). Hiermit soll gewährleistet werden, dass Teilnehmer nicht durch zu hohe Kosten von einem Anbieterwechsel abgeschreckt werden.

    Diese Regelung greift jedoch nur, wenn tatbestandlich ein Anbieterwechsel vorliegt, d. h. der Teilnehmer von einem Anbieter zu einem anderen Anbieter wechselt.

    In dem von Ihnen beschriebenen Fall liegt kein Anbieterwechsel vor, da der Vertragspartner identisch bleibt. Der Vertragspartner wäre weiterhin die Drillisch Online GmbH; Sie würden nur die Marke wechseln.

    Sofern tatbestandlich kein Anbieterwechsel vorliegt, sondern ein reiner Tarif- oder Produktwechsel, bleibt es den Anbietern unbenommen, für den Umstellungsaufwand ein Entgelt zu verlangen. Die Konditionen und Kosten eines Tarifwechsels sind abhängig von der jeweiligen vertraglichen Gestaltung. Weiterhin variieren die Kosten je nach restlicher Vertragslaufzeit bzw. je nach Tarif (Upgrade / Downgrade).

    Die Gestaltung der Leistungsangebote inkl. der Kosten für einen Tarifwechsel unterliegen dem unternehmerischen Gestaltungsspielraum des Anbieters. Ob die vertraglichen Regelungen wirksam sind, kann von der Bundesnetzagentur nicht beurteilt werden.

    Bei einem Tarif- / Produktwechsel sind Eingriffsmöglichkeiten der Bundesnetzagentur inkl. einer nachträglichen Entgeltregulierung nicht möglich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Referat 216
    Universaldienst, Öffentliche Angelegenheiten, Verbraucherfragen, Schlichtungsstelle
    Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
    Fehrbelliner Platz 3
    10707 Berlin
    Telefon: 030 22480-500

  2. Im Artikel heißt es: „Gab es früher noch ein Kuriosum mit Vorfälligkeitsentschädigung, so ist dies nun eindeutig auf eine feste Summe festgelegt. Doch Achtung: Bei 24-monatiger Laufzeit kann trotzdem noch eine saftige Vorfälligkeitssumme dabei herauskommen, wenn ihr vorzeitig den Tarif wechselt.“

    Was bedeutet das? Gibt es nun eine Vorfälligkeitsentschädigung oder nicht? Und wird die Tarifwechselgebühr zusätzlich berechnet?
    Einfacher Beispielfall: Ein PremiumSIM-Kunde möchte vor Ablauf der 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit in einen günstigeren winSIM-Tarif wechseln. Welche Kosten fallen dabei an?

    • Das bezieht sich auf monatlich kündbare Tarife – für die Drilisch ja nun einmal steht wie kein zweiter Anbieter. Da kannst du ja praktisch jeden Monat einfach kündigen – und Drillisch damit zu einem Gegenangebot „zwingen“.

      Das Beste beim Thema Markenwechsel ist wirklich, das Hotline-Gespräch mit Drillisch zu suchen. Die sind da eigentlich ganz kulant in der letzten Zeit, wie wir gehört haben. Die können auch genau sagen, welche Kosten noch auf einen zukommen, wenn man wechseln möchte, das sollte man unbedingt erfragen.

      Fakt ist: Wenn man noch einen nicht gekündigten, lange Zeit laufenden Vertrag hat, hat man natürlich schlechtere Karten, als wenn der Tarif bald ausläuft. Davon ist vermutlich auch die Spannbreite der „Kulanz“ abhängig.

    • Hallo Uli, und das wohl nicht nur dort. Dann könnte man von einer „Preissenkung“ sprechen … 😉

      Danke für den Hinweis!

      Übrigens: Auch der Drillisch-Tarifwechsel intern kostet jetzt 19,99 € …

    • Wie er schreibt: „In der App die Kündigung vorgemerkt und dann die Hotline angerufen“. Dort versichern lassen, dass keine Gebühren anfallen, wenn man nun einen anderen Tarif abschließt.

      Ich bezeichne das als „Workaround“, weil bei einem regulären Markenwechsel sonst ja Kosten / Gebühren anfallen würden. Mittlerweile sind 3 Monate später. Ob es immer noch funktioniert? Immerhin hat Drillisch ja das Preisniveau auch leicht angehoben in der letzten Zeit.

  3. Hallo. Ich habe -wie schon öfter bei Drillisch- meine drei Verträge bei winsim gekündigt und drei neue bei handyvertrag.de abgeschlossen. Ich sage bewusst: keinen Markenwechsel beauftragt. Ganz normal gekündigt und drei Neu-Verträge abgeschlossen. Fertig! Drillisch berechnet trotzdem jeweils 27,95. Obwohl man mir drei neue Kundennummern zugeteilt hat, also soelber intern mich unter einer neuen Vertragsnummer führt. Rechnungen wurden wiedersprochen und ich wende mich nun an den Verbraucherschutz und Bundesnetzagentur. Ich fühle mich genauso im Recht wie vermutlich Drillisch. 🙂

    • Das ist spannend, wie was von Verbraucherschützern und BNetzA gesehen wird. Halt uns gern dazu auf dem Laufenden. Eine Rückfrage noch: Hast du denn deine 3 Nummer portiert – oder war zwischen Kündigung und Neuabschluss einmal Pause (= Nicht-Erreichbarkeit für mindestens einen Tag)?

  4. Vielen Dank für diesen Beitrag.
    Ich stecke nun leider in einer ähnlichen Situation.
    Jedoch frage ich mich, wie kann es sein, dass ein Gericht erfolgreich entscheidet, dass die Kosten für eine Rufnummernmitnahme zwischen verschiedenen Anbietern gedeckelt bei angemessenen 6,82€ liegen müssen, bei einem internen Markenwechsel, welcher auf keinen Fall mehr Aufwand für den Anbieter bedeutet, als bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter, jedoch solche Unsummen, welche in keinem Verhältnis stehen, verlangt werden dürfen?
    Mir scheint dies nur als kleine übrig gebliebene Lücke einer selben Sache.
    Meinen Sie, dass dies ebenfalls seitens eines Gerichtes ausgeweitet werden kann, damit sich Anbieter keine Extraeinnahmen ,,ohne tatsächliche Leistungen“ ergaunern dürfen?
    Kann man da nicht irgendwie dennoch was dagegen tun?

    • Ich möchte die BNetzA weder falsch zitieren noch wiedergeben – dafür müsste diese selbst offiziell Stellung beziehen, aber dem Sinn nach soll es so sein, dass die Portierungsgrenze nur bei einem Wechsel des Unternehmen greift und es regulatorisch nichts zu beanstanden gibt an diesem „Markwenwechsel“ – gleichwohl das unlogisch und ärgerlich ist. Ob eine juristische Auseinandersetzung deswegen für den Einzelnen lohnt, wage ich zu bezweifeln. Da der Fall ja nicht neu ist, denke ich mal, dass die Verbraucherschützer da bereits aktiv sind – mit ein wenig Sachkenntnis hat man dieses Schlupfloch ja (wohl hoffentlich) auf dem Schirm.

  5. Guter Artikel, danke!
    Ich habe heute von winsim zu sim.de (5+2 GB für 7,99 €, monatlich kündbar) gewechselt. In der App die Kündigung vorgemerkt und dann die Hotline angerufen. Die nette Dame am Telefon versicherte mir, dass trotz des im Artikel genannten Szenarios „Markenwechsel und Rufnummernübernahme“ keine 27,95 € fällig werden.
    Ich war gespannt & aufgrund des Widerrufsrechts ja auf der sicheren Seite 😉
    Nun habe ich es schwarz auf weiß im Vertrag: die Gebühr entfällt.
    Ich hoffe, das hilft Unschlüssigen weiter.

    • Ja, das ist ein beliebter „Workaround“ – super, dass es immer noch so klappt. Ist aber natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden, denn du musst ja erst mal glaubhaft eine Kündigung „vorgaukeln“. Mit dem „Vormerken“ scheint sich das Risiko überschaubar zu minimieren. Ein bisschen Routine und Verhandlungsgeschick braucht das dann schon … 😉

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