Die Kosten für die Rufnummernmitnahme (abgehende Portierung) sollen zum 20.4.2020 auf 6,82 Euro gesenkt werden
Die Kosten für die Rufnummernmitnahme (abgehende Portierung) sollen zum 20.4.2020 auf 6,82 Euro gesenkt werden
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🦉 Das Wichtigste
  • Erst die Preissenkung auf 6,82 € und nun entfällt die Portierungsgebühr komplett.
  • Seit 1.12.2021 fallen keine Kosten für die Rufnummernmitnahme mehr an.

Wenn du deinen Mobilfunkvertrag wechselst und deine Rufnummer mitnehmen möchtest, entstanden dafür bisher Kosten für die Rufnummernmitnahme beim alten Anbieter. Bisher ließen sich Mobilfunkanbieter die abgehende Portierung mit maximal 30,72 € vergleichsweise fürstlich vergüten − das galt jahrelang als Obergrenze durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) so festgelegt und wurde jedoch im Februar 2020 grundlegend verändert. Zum 20.4.2020 hat die BNetzA nun die verbliebenen Anbieter, die noch keine freiwillige Anpassung vorgenommen haben, zur Preissenkung auf 6,82 € verdonnert. Und zum 1.12.2021 wurden die Portierungskosten aus Basis des neuen Telekommunikationsgesetzes ganz abgeschafft.

 Details (PDF)  
Wann kostet die Rufnummernmitnahme nur 6,82 €?
💬 Zwischen dem 20.4.2020 und dem 30.11.2021 kostet die Rufnummernmitnahme nur 6,82 €.
Wann entfallen die Kosten für die Rufnummernmitnahme ganz?
💬 Zum 1.12.2021 entfallen die Kosten für die Rufnummernmitnahme ganz. Dann tritt das neue Telekommunikationsgesetz in Kraft und die Portierungsgebühr entfällt.

Portierungsentgelt sinkt ab 20.4.2020

Zuletzt war ein Passus zu den Höchstwerten auf den Seiten der BNetzA nur noch für die Festnetzentgelte angegeben, mit der Pressemitteilung vom 20.4.2020 herrscht Klarheit: Alle Anbieter werden zu einem Portierungsentgelt von (maximal nur noch) 6,82 € gezwungen.

Mobilfunk-Portierungsentgelte: Maximal 6,82 Euro?

Und das aus gutem Grund: Denn nachdem Ende September 2019 ein Vorstoß für niedrigere Portierungsentgelte gemacht wurde, hat die Behörde Mitte Februar 2020 bereits ernst gemacht, um ein Entgelt von maximal 6,82 €, das ab dem 20.4.2020 berechnet werden soll, (zwangs)einzuführen.

Nicht alle Mobilfunkanbieter hatten Portierungsgebühren gesenkt

Zahlreiche Mobilfunkanbieter haben daraufhin bereits ihr Mitmachen signalisiert, andere sperrten sich (noch):Telefónica, 1&1 Drillisch, SH Telekommunikation (HIGH mobile) und die freenet AG (mobilcom-debitel, Klarmobil) gehörten unter anderem zu denjenigen Anbietern, die sich noch bis 11.3.2020 im Rahmen einer Stellungnahme verantworten müssen, gegen sie liefen Verfahren.

Andere wiederum wie die Telekom oder congstar hatten bereits Anfang April freiwillig auf 6,82 € gesenkt.

Die Kernidee hinter der Neuregelung ist, Verbrauchern nur die tatsächlich anfallenden Kosten zu berechnen − und diese lägen deutlich unter den 30 €, die bislang fällig wurden. Nur wenige Anbieter haben bislang gar nichts für eine abgehende Portierung berechnet, darunter freenet FUNK. Die Norm ist dies aber nicht.

Umsetzung der Portierungskosten-Reduzierung ab 20.4.2020 angeordnet

Mit dem heutigen Tage wird Neuregelung tatsächlich umgesetzt, greift also bereits ab dem 20. April 2020. Wer seine (Ex-)Kunden dann immer noch mit mehr als 6,82 Euro zur Kasse bittet, dürfte mit Bußgeldern rechnen. Die Einführung zeigt aber auch: In den Verfahren konnten keine gute Gründe gegen eine Absenkung eingereicht werden, die Kosten für die Rufnummernmitnahme waren also jahrelang zu hoch.

So oder so wäre eine Neuberechnung der abgehenden Rufnummernmitnahme-Kosten überfällig, wenn zeitgleich darüber debattiert wird, Handytarife mit maximal 12-monatiger Laufzeit einzuführen.

Rufnummernmitnahme wird billiger: Jetzt weniger Bonus?

Als Folge der zwangsweisen Senkung von Portierungsgebühren werden einige Anbieter nun wohl auch ihren (eingehenden) Rufnummernbonus bei Mitnahme der Nummer nach und nach absenken.

Anbieter wie Tchibo mobil (mit überdurchschnittlichen 30 €) dürften dann wohl wie „Dividendenaktien“ betrachtet werden.

Telekom-Discounter congstar hatte Anfang April bereits von 25 € auf 10 € gesenkt. Die Netzbetreiber tangiert dies nicht − in Original-Tarifen von Telekom, Vodafone und o2 wird seit Jahren kein Bonus mehr spendiert (höchstens aktionsweise).

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