BITKOM-Studie: Mobilfunkpreise in Deutschland und international
BITKOM-Studie: Mobilfunkpreise in Deutschland und international
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Branchenverband BITKOM hat in einer groß angelegten Studie die Preise für Handytarife in 12 Industrieländern untersucht und ist zu dem Schluss gekommen: Alles halb so wild. In Deutschland ist Mobilfunk gar nicht so teuer. Ganz im Gegenteil: Gelegenheits- bis Normalnutzer kommen sogar ziemlich günstig weg (je Platz 4 von 12). Und wer viel Leistung braucht, kann in den teuren Tarifen in Deutschland mit interessanten Extras wie Zero-Rating-Angeboten bei den Netzbetreibern Telekom oder Vodafone rechnen. Was steckt hinter den Erkenntnissen?

BITKOM-Studie: Deutschlands Mobilfunkpreise im internationalen Vergleich

In der Studie wurde primär das bislang oft übliche Vorgehen, die Kosten pro Gigabyte umzurechnen, kritisiert. Unlimited-Tarife lassen sich so kaum vergleichen, so der Verband.

Und wer einen günstigen Tarif mit wenig Gigabyte benötigt, kommt bei der Rechnung nach Gigabyte doch schlechter weg (wenn z.B. 1 GB 5 € kostet, ein Tarif mit 3 GB aber 8 €, zahle ich unter’m Strich eben doch mehr im Monat, auch wenn das Gigabyte an sich im teureren Tarif günstiger ist).

Außerdem bemängelt die Studie, dass Datenraten meist nicht herangezogen werden. Wer viel und häufig surft, brauche eben auch schnelle Geschwindigkeiten. Das also zum Ausganspunkt. Deshalb habe man sich sechs Nutzerszenarien von Gelegenheits- bis Heavy-Nutzer ausgedacht und auf dieser Basis Handytarife weltweit verglichen.

Mobilfunk in Deutschland: Ergebnisse der Studie

Ergebnis:

  • Deutschland für Gelegenheits- bis Normalnutzer auf Platz vier, sonst im Mittelfeld
  • Günstige Tarife durchgehend in Polen und Italien, auch Spanien, Großbritannien und Schweden erreichen gute Platzierungen
  • die teuersten Tarife gibt es in Japan und den USA

BITKOM Studie: Kritik

Ein wenig Zweifel bleiben aber an den Studienergebnissen.

  • Auch Tarife, die mit LTE max. oder 225 MBit/s. beworben werden, erreichen selten die maximalen Geschwindigkeiten. Netz und Netzausbau, verwendetes Handy und aktuelle Auslastung spielen da mit rein.
  • Auffallend ist, dass ausgerechnet dem in Deutschland üblichen Zero-Rating (Vodafone Pass, Telekom StreamOn) so viel Extra-Gewicht verliehen wird.
  • Die Tarifauswahl bleibt schwammig. Neben den drei Netzbetreibern Telekom, Vodafone und o2 listet der Anhang der Studie für Deutschland acht weitere Anbieter auf. Meint 1&1 Drillisch nun Handytarife von 1&1 oder Tarife der Drillisch-Markenwelt? Fakt ist: Es gibt deutlich mehr Anbieter in Deutschland.
  • Die Studie vergleicht die Preise für jeweils 24 Monate in der Gesamtsumme. Auch das sehe ich problematisch, können Prepaid- und Tarife ohne Laufzeit doch jederzeit gekündigt und somit rasch ein günstigeres Angebot in Anspruch genommen werden.
  • Mir persönlich erschließt es mir nicht, warum so sehr darauf „herumgeritten“ wird, dass Handytarife in Japan ja sehr teuer seien. Japan gilt einfach als unglaublich teure Industrienation. Kaum verwunderlich, dass also auch die Kosten für Mobilfunk im direkten Vergleich höher ausfallen.

Lesetipp: Einen Überblick über die besten Handytarife und aktuelle Kosten kannst du dir auch hier in unserem Vergleich verschaffen.

Letzte Aktualisierung: 1.12.2020
Bester Handyvertrag: Beste Handytarife im Vergleich (Dezember 2020)

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Handytarife-Test

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Steffi
Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
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