EU will Roaming mit Verbesserungen verlängern
EU will Roaming mit Verbesserungen verlängern
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Wie das Europäische Parlament in einer Pressemitteilung erklärte, wird die EU die Roam-Like-at-Home-Regelung bis 2032 verlängern. Im Zuge der Verlängerung werden die Roaming-Bedingungen weiter verbessert. So wirklich überraschend ist das nicht, denn schon Anfang des Jahres wurden die Pläne der EU bekannt, das EU-Roaming auf die Surfgeschwindigkeit auszudehnen.

Nachdem das Parlament bereits im März zugestimmt hatte, erfolgte jetzt noch die Billigung durch den Rat der EU. Somit steht fest: Auch ab 1.7.22 gilt das EU-Roaming, sogar unter verbesserten Konditionen.

EU: Roaming bis 2032 verlängert

Die ursprünglichen Regelungen zum Roaming innerhalb der EU galten nur bis 30.6.2022. Nun soll die Regulierung des Roamings zum 1.7.2022 verlängert werden, und zwar um zehn Jahre.

DarĂĽber hinaus soll folgendes gelten:

  • Provider mĂĽssen im Ausland die gleiche Handy Geschwindigkeit zum Surfen wie Zuhause bereitstellen, sofern im jeweiligen Reiseland die gleichen technischen Voraussetzungen gelten (ein Downgrade von 5G auf LTE im Ausland ist dann beispielsweise nicht erlaubt, wenn im Reiseland 5G zur VerfĂĽgung steht). Das gilt auch fĂĽr die »bis zu«-Geschwindigkeit. Diese darf im Ausland nicht geringer sein als im Heimatland.
  • es soll Warnungen geben, sollten Zusatzkosten entstehen. Etwa, wenn du dich in der Nähe zu den EU-AuĂźengrenzen aufhältst (hier zählt ja das Schweiz-Roaming bereits mit rein) oder es zu Satellitenverbindungen kommen kann (Fähren, Kreuzfahrten). Die Anbieter sollen dazu verpflichtet werden, das Risiko fĂĽr teure Kostenfallen zu minimieren.
  • die Notrufnummer 112 soll innerhalb der EU kostenlos per Anruf oder SMS kostenlos erreichbar sein, Provider mĂĽssen Informationen zu Notrufen bereitstellen.
  • die GroĂźhandelspreise pro Gigabyte sollen weiter sinken. Das ist fĂĽr die sogenannte Fair-Use-Policy wichtig, die festlegt, wie viel Datenvolumen du im Ausland verbrauchen darfst. 2021 waren es 3 € pro Gigabyte, ab 1.1.2022 sind es 2,50 € (netto) bzw. 2,97 € brutto. AnschlieĂźend sinken die Preise stufenweise, brutto (inkl. 19% MwSt.) auf 2,38 € pro Gigabyte ab 1. Juli 2022, 2,14 € ab 1. Januar 2023, 1,84 € ab 1. Januar 2024, 1,55 € ab 1. Januar 2025, 1,31 € ab 1. Januar 2026 und 1,19 € pro Gigabyte ab 1. Januar 2027 bis voraussichtlich 30.6.2032. Der zwischenzeitliche Vorschlag (max. 60 Cent bis 2025) wurde nicht angenommen.
  • die Preisgrenze fĂĽr Anrufe innerhalb von EU-Staaten (von Belgien nach Italien etwa) von 19 Cent soll langfristig entfallen. Die Kommission soll hier aktiv werden, vor 2024 ist hier allerdings keine Ă„nderung zu erwarten (die Regelung aus dem Jahr 2019 ist auf fĂĽnf Jahre befristet).

Mittlerweile wurde auf dem Westbalkan Roaming abgeschafft, erste Anbieter haben sogar eigene Westbalkan-Roaming-Tarife geschaltet. Eine Annäherung an die EU?

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Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
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