EuGh Urteil: Telekom und Vodafone verstoßen gegen Netzneutralität
EuGh Urteil: Telekom und Vodafone verstoßen gegen Netzneutralität
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag kann Werbelinks enthalten (♥).
Wir verwenden sog. Affiliate-Links und kennzeichnen sie durch ein gelbes Herz (♥). Erfolgt über solche Werbelinks eine Bestellung, erhalten wir ggf. eine kleine Provision vom Händler. Für dich entstehen keine Mehrkosten, und einen Einfluss auf unsere objektive und ehrliche Einschätzung haben solche Provisionen ohnehin nicht: Ehrenwort!

Ein großes Urteil stand noch aus, doch das Thema schwelte schon länger: Laut EuGH Urteil verstoßen Telekom StreamOn und der Vodafone Pass gegen die Netzneutralität. Was bedeutet das? Nun, im Grunde haben wir’s jetzt Schwarz auf Weiß. Zero Rating bzw. Streamen ohne Datenverbrauch (der EuGH nennt das Ganze Nulltarif-Option) verstößt gegen geltendes Recht.

Damit würden Partnerdienste bevorzugt, bei denen der Datenverbrauch nicht aufs Datenvolumen angerechnet wird.

Die Telekom hatte in der Vergangenheit immer wieder begründet, dass grundsätzlich allen Anbietern der Zugang zu ihrem Stream On Angebot offenstehe. Das reicht laut neuestem Urteil vom 2.9.2021 nicht aus, so der Gerichtshof der Europäischen Union.

Darüber hinaus monierte der EuGH noch, dass die Surfgeschwindigkeit (in der Vergangenheit, mittlerweile geändert) im StreamOn Video Angebot auf 1,7 MBit/s. reduziert werde. Bei Vodafone sei laut Urteil kritisch, dass der Vodafone Pass nach wie vor nicht im EU-Ausland einsetzbar sei.

Im Wortlaut heißt es dazu in einer Pressemitteilung:

Mit seinen heutigen Urteilen weist der Gerichtshof darauf hin, dass bei einer „Nulltarif-Option“ […] auf der Grundlage kommerzieller Erwägungen
eine Unterscheidung innerhalb des Internetverkehrs vorgenommen wird, indem der Datenverkehr zu bestimmten Partneranwendungen nicht auf den Basistarif angerechnet wird. Eine solche Geschäftspraxis verstößt gegen die allgemeine, in der Verordnung über den Zugang zum offenen Internet aufgestellte Pflicht, den Verkehr ohne Diskriminierung oder Störung gleich zu behandeln

Schon mehrfach wurde ja das Aus von Telekom StreamOn und dem Vodafone Pass heraufbeschworen. Und doch: Gerichtsurteile beschäftigten sich meist mit Teilaspekten, die die beiden Netzbetreiber ausbügeln konnten.

Etwa, dass Stream On der Telekom anfangs nicht im EU-Ausland galt. Schon vor genau einem Jahr hatte der EuGH geurteilt, damals aber auf Basis der ungarischen Version von Zero-Rating mit einigen anderen Konditionen.

Letzte Aktualisierung: 16.9.2020
Was bedeutet das EuGH-Urteil für Stream On und Vodafone Pass?

Lesen »

EuGH-Urteil: Auswirkung auf Stream On und Vodafone Pass

Jetzt scheint das Urteil eindeutig zu sein. Die Frage ist nun, inwieweit sich der Tarifmarkt aufgrund des Urteils verändern wird. Klar, die Verbraucherzentralen haben schon längst ein Auge auf das Zero Rating geworfen und werden da wohl auch weiter nachbohren.

Was ist also denkbar?

Sollten StreamOn und Vodafone Pass nun bald abgeschafft werden, solltest du unbedingt unsere Tipps zum Datenvolumen sparen berücksichtigen:

Letzte Aktualisierung: 30.8.2021
Datenvolumen sparen: Mit Checkliste Datenfresser finden und Datenverbrauch reduzieren

Lesen »

Datenvolumen sparen
Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
Diskutiere mit uns und anderen!

Wie findest du das?

Schreib einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here


Bevor du kommentierst: Unser Hinweis für freundliche Kommunikation
Bei den SmartphoneFreunden achten wir sehr auf eine FREUNDliche (!) und respektvolle Diskussionskultur. Deine Meinung interessiert uns sehr, wir werden uns aber vorbehalten, Kommentare zu löschen, die sich nicht direkt auf das Thema beziehen oder anscheinend nur unsere Redaktion oder Leser(innen) herabwürdigen sollen (sachliche, konstruktive Kritik ist natürlich ausdrücklich erlaubt). Im Grunde ist es ganz einfach: Stell dir beim Kommentieren einfach vor, als ob du dich mit tatsächlich im Raum anwesenden Personen unterhältst.