Höhere Kosten für vorzeitige Rufnummernmitnahme?
Höhere Kosten für vorzeitige Rufnummernmitnahme? Nein, sagt die Bundesnetzagentur
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Seitdem die Kosten für die abgehende Rufnummernmitnahme auf 6,82 € limitiert wurden, dürften einige Mobilfunkanbieter, (vor allem die) die sich bis zuletzt dagegen wehrten, (sagen wir mal) »kreativ« werden in der konkreten Ausgestaltung dieser Regelung.

Aktion
Die Kollegen von teltarif.de teilen unsere Gedanken und haben mit der BNetzA gesprochen. Das Feedback dazu ist eindeutig: Die Netzagentur sagt hier klipp und klar, dass auch eine vorzeitige Rufnummernportierung nur 6,82 € kosten darf. Angeblich handle es sich um ein Versehen bei dem betroffenen Unternehmen. Komisch nur, dass es sich bei der von uns untersuchten Preisliste um eine zum 20.4.2020 aufgefrischte Preisliste handelte ... ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

In einer Preisliste von mobilcom-debitel (Stand: 20.4.2020) ist uns jedenfalls ein Passus aufgefallen, der uns stutzig macht. Rechtlich einordnen können wir es nicht, aber darf es überhaupt sinngemäß höhere Kosten für die vorzeitige Rufnummernmitnahme geben? Echt jetzt?

Während die (normale) Rufnummernmitnahme (damit ist zum Ende der Laufzeit des Altvertrags gemeint) ganz brav mit 6,82 € ausgewiesen wird, heißt ein Posten (egal, ob D1-, D2- oder Telefónica-Preisliste, einzusehen über das md-Downloadcenter) dort allen Ernstens

»vorzeitige Rufnummernmitnahme während der Vertragslaufzeit«

und ist mit einem Brutto-Wert von 29,95 € bepreist.

Laut Preisliste von mobilcom-debitel soll die vorzeitige Rufnummernmitnahme 29,95 € kosten
Laut Preisliste von mobilcom-debitel soll die vorzeitige [sic!] Rufnummernmitnahme 29,95 € kosten
Die Frage, die sich uns stellt: Darf eine vorzeitige Rufnummernmitnahme anders behandelt werden als eine Rufnummernmitnahme zum Ende der Laufzeit? Hat sich die Bundesnetzagentur das wirklich so gedacht, oder ist es Anlass zur Beschwerde?

Dass es angesichts der erheblichen Absenkung der Gebühren (zuvor waren etwa bis zu 30 € erlaubt) zu Überlegungen seitens der Mobilfunkanbieter kommen dürfte, war uns eigentlich klar.

So gilt ein Markenwechsel bei Drillisch (z.B. von PremiumSIM zu winSIM) nicht als Anbieterwechsel (zu 6,82 €), sondern steht stattdessen mit 27,95 € in der Preisliste − nicht gut für uns Verbraucher, aber wohl eine ganz legale »Trickserei«. Auch wenn beide Marken ja doch autark agieren und du in Vergleichsrechnern nicht erkennen kannst, dass das alles ein Unternehmen ist. Hier zahlt sich die Mehrmarkenstrategie zur Aushöhlung für den Anbieter aus.

Mit der dürfte man sich aber wohl ins eigene Fleisch schneiden. Denn wenn es günstiger ist, zu einem (völlig) fremden Anbieter zu wechseln, als innerhalb der Drillisch-Gruppe zu bleiben, wird man das vielleicht einmal so mitmachen − sich dann aber wohl nach Alternativen umschauen. Eine vertrauensbildende Maßnahme ist diese Strafgebühr eh nicht; vermutlich soll es das Hin- und Herspringen zu immer günstigeren Drillisch-Tarifen unterbinden.

Daniel
Tarif-Experte / findet sein iPhone 7 (256 GB) total ausreichend - und die congstar Allnet-Flat (10 GB) für 16,25 € mtl. sowieso / ist mit seinem Tarif komplett überversorgt und versurft selten sein komplettes Datenvolumen / mag keine langen Fußnotentexte / empfiehlt bei den Smartphonefreunden nur das, was er auch guten Freunden rät
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Was denkst du, kann das wirklich sein? Ist das ein Schlupfloch für die Anbieter?

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