Verbraucherzentrale Urteil Rückruf bei Kündigung
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Neues Urteil gegen Rückruf-Praxis bei Kündigungen
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Ein neues Urteil bestätigt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Ein telefonischer Rückruf bei Kündigung des Handytarifs ist nicht notwendig, eine Aufforderung dazu trotz Bitte, eben nicht kontaktiert zu werden, sei rechtswidrig.

Worum geht’s genau?

Bei der Kündigung eines Handyvertrags fordern einige Anbieter dazu auf, die Kündigung noch einmal telefonisch beim Kundenservice zu bestätigen, meist mit dem Hinweis auf „offene Fragen“. Dabei handelt es sich jedoch vielmehr um eine Methode, Verbraucherinnen und Verbraucher mit Angeboten zurückzugewinnen, also vom Bleiben zu überzeugen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat gegen diese Praxis bei mobilcom-debitel geklagt. Und im Rahmen eines Anerkenntnisurteils Recht behalten.

Konkret ging es im Fall um einen Verbraucher, der seinen Handyvertrag bei mobilcom-debitel gekündigt hatte.

Eine Kündigung ist mit Eingang beim Anbieter wirksam, was im Antwortschreiben von mobilcom-debitel jedoch ganz anders klang, so heißt es in der Schilderung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg:

Obwohl der Verbraucher bei seiner Kündigung explizit geschrieben hatte, dass er vom Unternehmen nicht kontaktiert werden wollte, erhält er wenige Tage später ein Schreiben von Mobilcom mit dem Betreff „Ihr Kündigungswunsch“ und der Bitte, sich wegen offener Fragen zu melden. […] Nachdem Mobilcom nicht auf eine Abmahnung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg reagiert hatte, reichte diese Klage vor dem Landgericht Kiel ein. Erst als der Fall vor Gericht kam, lenkte der Anbieter ein und erkannte sein Verhalten als rechtswidrig an (Anerkenntnisurteil, Az. 14 HKO 42/20).

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg weist nun noch einmal darauf hin, dass eine telefonische Rückbestätigung der Kündigung nicht erforderlich sei. Liegt die Kündigung in Schriftform fristgerecht vor, bist du auf der sicheren Seite.

In telefonische Verhandlungen kannst, musst du dich aber nicht begeben. Auch nicht, wenn ein Antwortschreiben deines Providers dies suggeriert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

überverbraucherzentrale-bawue.de (Pressemitteilung)
Steffi
Gaming-Smartphone oder Foldable? Steffi beobachtet gern, was sich abseits des Handy-Mainstreams so tut und versorgt ihre Freunde mit jeder Menge Tipps rund ums Smartphone. Ihr erstes Handy? Ein Nokia 3310! Seitdem hat sie die unterschiedlichsten Modelle durchprobiert - nach Windows Phone (ein kurzes Prepaid-Intermezzo) und iPhone (als Vertragshandy) ist aktuell ein Androide in Betrieb.
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