Rufnummernmitnahme: So klappt’s mit der Portierung deiner Handynummer in einen neuen Tarif

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zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2021
Rufnummernmitnahme

Du hast einen neuen Tarif gefunden und willst die Rufnummernmitnahme anstoßen? Kein Problem! In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie es funktioniert und was du bei der Portierung deiner Handynummer zu einem neuen Anbieter beachten musst.

🦉 Das Wichtigste
  • Eine Rufnummernmitnahme ist sowohl während der Vertragslaufzeit als auch bis zu 90 Tage nach Vertragsende möglich.
  • Die Portierungsgebühr beträgt seit April 2020 nur noch 6,82 €.
  • Wie so oft gibt es auch bei der Rufnummernmitnahme einige Sonderfälle.
Ich bin echt froh, dass es die Rufnummernmitnahme gibt. Meist sind es nur wenige Klicks, es gibt einen Bonus und ich muss nicht alle meine Kontakte über die neue Handynummer informieren!
Steffi (Redaktion)
Steffi (Redaktion)
Was kostet die Rufnummernmitnahme?
💬 Die Rufnummernmitnahme kostet seit April 2020 maximal 6,82 €.
Ist die Rufnummernmitnahme für Prepaid möglich?
💬 Ja, die Rufnummernmitnahme ist auch für Prepaid möglich. Dazu sendest du eine sogenannten Verzichtserklärung an deinen alten Anbieter und bittest um Freigabe deiner alten Handynummer. Anschließend kannst du die Nummer innerhalb von 30 Tagen zu deinem neuen Anbieter mitnehmen. Achte darauf, dass dein Guthaben auf der Prepaidkarte die Portierungskosten von bis zu 6,82 € abdeckt.
Welche Fristen gelten bei der Portierung?
💬 Bei der Portierung von Rufnummern gelten folgende Fristen: Jederzeit aus laufenden Verträgen heraus, dein bisheriger Anbieter muss dir dann eine neue Nummer zur Verfügung stellen. Nach Vertragsende gilt eine Frist von maximal 90 Tagen innerhalb der Karenzzeit. Vor Vertragsende gilt eine Frist von maximal 123 Tagen.
Warum schlägt die Portierung fehl?
💬 Schlägt die Portierung fehl, kann das verschiedene Gründe haben. Hauptgrund ist in der Regel, dass deine persönlichen Daten wie Name und Anschrift beim alten und neuen Anbieter nicht übereinstimmen. Das ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Mitnahme der Handynummer.
Kann ich meine Handynummer im gleichen Netz mitnehmen?
💬 Solange du zu einem anderen Anbieter wechselst, kannst du deine Handynummer auch im gleichen Netz mitnehmen. Eine Rufnummernportierung ist zum Beispiel von Telekom zu congstar oder von congstar zu Kaufland mobil möglich. Nicht möglich ist eine Portierung jedoch innerhalb eines Anbieters, bestes Beispiel: Von Klarmobil zu freenet Mobile. Innerhalb von Drillisch-Marken gibt es eine wichtige Einschränkung. Details dazu hier im Beitrag.

Rufnummer mitnehmen: So klappt es

Willst du deine Rufnummer mitnehmen, dann halte dich an die folgende Anleitung. So klappt es bestimmt!

Rufnummernmitnahme vorbereiten

1Bei deinem alten Anbieter bereitest du die Rufnummernmitnahme vor.

Das klingt komplizierter als es ist. Prüfe einfach im Vorfeld, ob deine persönlichen Daten noch stimmen. Gab es etwa eine Adressänderung durch Umzug? Hat sich dein Name geändert, z.B. durch Heirat? Hast du beim alten Anbieter deinen vollen Namen inklusiver eventueller zweiter oder dritter Vornamen hinterlegt?

Halte außerdem die Fristen im Blick. Deine Rufnummer kannst du

  • bis zu 90 Tage (bzw. 3 Monate) nach Vertragsende,
  • bis zu 123 Tage (bzw. rund 4 Monate) vor Vertragsende oder
  • jederzeit aus einem laufenden Vertrag (Opt-In) heraus

portieren lassen.

Der klassische Fall ist sicherlich, direkt bei der Kündigung des Handyvertrags die Freigabe der Rufnummer zu beauftragen, quasi die Mitnahme vorzubereiten.

Handynummer mitnehmen
Handynummer mitnehmen: So einfach ist es!

Handytarif finden und abschließen

2Jetzt geht’s an die Suche eines neuen Handytarifs. Den findest du zum Beispiel mit einem Blick in die besten Tarife. Oder du konsultierst unseren Ratgeber, um herauszufinden, welcher Handytarif überhaupt zu dir passt.

Letzte Aktualisierung: 1.5.2021
Welcher Handytarif passt am besten zu mir?

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Welcher Handytarif ist der passende?

Gefunden? Dann gilt es, den neuen Vertrag abzuschließen. Beim jeweiligen Provider oder Händler erfährst du, wie die Portierung gehandhabt wird.

In vielen Fällen kannst du zum Beispiel gleich bei der Bestellabwicklung auswählen, dass du eine eigene Nummer mitbringen willst. In anderen Fällen kannst du die Mitnahme erst über deinen Kunden-Login starten. Achte auch darauf, wann der neue Vertrag beginnt, um nicht eventuell doppelt zu zahlen.

Portierung abschließen und Bonus sichern

3Zuletzt erfolgt dann die eigentliche Mitnahme. Wann die Portierung der Handynummer abgeschlossen wird, erfährst du beim neuen Anbieter, zum Beispiel per E-Mail oder SMS.

Das Portierungsdatum gilt meist für den ganzen Tag, muss also nicht direkt frühmorgens abgeschlossen sein. Oft hilft, das Handy einmal neu zu starten oder in den Flugmodus zu versetzen, besonders, wenn Freischaltung der neuen SIM und Portierung auf den gleichen Termin fallen.

Jetzt fehlt nur noch der Bonus: Viele Anbieter werben mit bis zu 25 € (sicherlich noch basierend auf den alten Kosten für die Rufnummernmitnahme) Portierungsbonus.

Den Bonus gibt es oft als Gutschrift auf die Handyrechnung. Informiere dich rechtzeitig bei deinem neuen Anbieter und schau ins Kleingedruckte, wie das mit dem Portierungsbonus gehandhabt wird.

Nummer portieren
Nummer portieren: Oft gibt es noch einen Bonus dazu

Rufnummernmitnahme: Kosten von maximal 6,82 €

Noch bis April 2020 kostete die Portierung einer Handynummer zu einem neuen Anbieter bis zu rund 30 €. Die Kosten für die Rufnummernmitnahme wurden jedoch stark gesenkt.

Nunmehr musst du eine Gebühr von maximal 6,82 € für die Portierung der Handynummer einplanen.

Bei der Bundesnetzagentur heißt es dazu im Klartext:

Für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer darf ein Anbieter ab dem 20. April 2020 nur noch einen Betrag in Höhe von maximal 6,82 Euro (brutto) verlangen. Dies hat die Beschlusskammer 2 der Bundesnetzagentur am 20. April 2020 entschieden.

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Rufnummernmitnahme: Sonderfall Drillisch und klarmobil

Wie so oft gibt es auch bei der Rufnummernmitnahme den einen oder anderen Sonderfall.

Speziell Drillisch und klarmobil solltest du kennen, dort gibt es den einen oder anderen Fallstrick.

Drillisch: Kein Bonus bei interner Portierung

Erfolgt die Portierung innerhalb der Drillisch-Markenwelt, gibt es keinen Bonus. Streng genommen handelt es sich um keine Rufnummernmitnahme, sondern um einen Drillisch-Markenwechsel.

Heißt: Wechselst du etwa von PremiumSIM zu sim.de, winSIM oder handyvertrag.de, dann kannst du deine Handynummer zwar mitnehmen, bekommst aber keinen Bonus. Stattdessen wird eine Markenwechsel-Gebühr von 19,99 € (!) fällig.

Letzte Aktualisierung: 13.10.2020
Drillisch Markenwechsel kostet „nur noch“ 19,99 €

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Drillisch Markenwechsel

Klarmobil: Keine Portierung zu freenet mobile oder crash

Klarmobil, freenet mobile und crash gehören im Prinzip zusammen. Hier gilt also: Eine interne Portierung ist nicht möglich. Leider auch nicht, wenn du von Klarmobil in den crash-Tarif oder von crash zu freenet mobile wechseln willst.

mobilcom-debitel: Interne Portierung bei Netzwechsel

Gegenteilig ist’s dagegen bei mobilcom-debitel: Dort ist die interne Portierung bei Netzwechsel möglich.

Soll heißen: Eine Mitnahme der Handynummer von einem mobilcom-debitel-Tarif in einen anderen mobilcom-debitel-Tarif ist möglich, wenn dein neuer Tarif in einem anderen Mobilfunknetz umgesetzt wird (z.B. Wechsel vom Telekom- ins Vodafone-Netz).

Vodafone: Callya, otelo und Laufzeittarife

Da es dazu Verwirrung gab, nun auch nochmal Klarheit zur Portierung bei Vodafone und otelo:

  • Wechsel von einem Vodafone Laufzeittarif zu CallYa Prepaid und umgekehrt: Portierung möglich
  • Wechsel von Vodafone zu otelo und umgekehrt: Portierung möglich
  • Wechsel intern von Laufzeittarif zu Laufzeittarif: Portierung nicht möglich
Quellen
Bundesnetzagentur | Stiftung Warentest: Handynummer mitnehmen (letzter Abruf am 21.1.2021)
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