Kostenfalle Handytarif? So vermeidest du Stress & Abzocke beim Handyvertrag!

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag kann Werbelinks enthalten (♥).
Wir verwenden sog. Affiliate-Links und kennzeichnen sie durch ein gelbes Herz (♥). Erfolgt ├╝ber solche Werbelinks eine Bestellung, erhalten wir ggf. eine kleine Provision vom H├Ąndler. F├╝r dich entstehen keine Mehrkosten, und einen Einfluss auf unsere objektive und ehrliche Einsch├Ątzung haben solche Provisionen ohnehin nicht: Ehrenwort!
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2021
Handytarife mit Kostenfallen: Diese Mobilfunktricks solltest du kennen, um Abzocke zu vermeiden

Wenn du auf einmal mehr f├╝r deinen Handytarif ausgeben sollst, als du geplant hast, solltest du hellh├Ârig werden Ôłĺ damit dein Handyvertrag nicht zu einer Kostenfalle wird.

Denn die Haken an einem Tarif werden mitunter nicht direkt zu Beginn, sondern erst sp├Ąter sichtbar. Welche Fallstricke und Tarif-T├╝cken gibt es ├╝berhaupt? Welche Handytarif-Abzocke ist weit verbreitet?

Wer hat schon Lust aufs Kleingedruckte? Kann ich gut verstehen. Gut, wenn du wei├čt, mit welchen Mobilfunk-Tricks du es zu tun hast, so tappst du gar nicht erst in die Kostenfalle.
Daniel (Redaktion)
Daniel (Redaktion)

Mobilfunk-Tricks unter der Lupe

Mit ein bisschen Vorsicht kannst du den typischen Mobilfunk-Tricks entgehen:

Kostenfallen wie verpasste K├╝ndigungsfristen, ungewollte Folgekosten durch Zusatzoptionen und Datenautomatik, den Zeitraum f├╝r die Erstattung von Cashback, Anschlusspreis oder Rufnummernbonus verpasst, fiese Abofallen.

Wir bei den SmartphoneFreunden weisen dich vor einer Bestellung eines Smartphone-Deals zwar ausdr├╝cklich aufs Kleingedruckte hin Ôłĺ der ein oder andere Anbieter nervt dann aber mit Werbeanrufen und schwatzt dir wom├Âglich ┬╗Geschenke┬ź auf, die du sp├Ąter selbst bezahlen sollst.

Reingefallen? Nicht mit uns!

Wenn der Handyvertrag zur Kostenfalle wird

Sp├Ątestens wenn sich dein Handyvertrag zur Kostenfalle entwickelt, solltest du ernsthaft handeln.

Der erste Blick sollte dabei immer zuerst auf deine aktuelle Rechnung f├╝hren, um die Kosten-Posten zu identifizieren.

Handyrechnung pr├╝fen

So geht es auf Spurensuche: Was berechnet dir dein Mobilfunkanbieter? Und wie setzt sich diese Geb├╝hr auf der Handyrechnung konkret zusammen? Wie kommtÔÇÖs, dass du pl├Âtzlich mehr bezahlen sollst?

15 typische Kostenfallen habe ich hier f├╝r dich gesammelt. Inklusive Tipps, wie du diese vermeidest.

Kostenfalle K├╝ndigungsfrist verpasst: Automatische Vertragsverl├Ąngerung

1Wer kennt es nicht? Meist schlie├čt du einen Handyvertrag ├╝ber zwei Jahre ab, vor allem, wenn es noch ein Smartphone dazugibt. Dass du den Handyvertrag k├╝ndigen musst, wenn dieser sich am Ende der Mindestlaufzeit nicht automatisch verl├Ąngern soll, ger├Ąt schnell in Vergessenheit.

Die automatische Vertragsverl├Ąngerung ist n├Ąmlich Bestandteil von Zweijahresvertr├Ągen: Nur wer die K├╝ndigungsfrist von drei Monaten zum Vertragsende einh├Ąlt kommt nach zwei Jahren raus. Sonst verl├Ąngert sich der Vertrag stillschweigend um 12 weitere Monate, kann sich also zu einer ungewollten Kostenfalle entwickeln.

Die Bundesregierung hat ein Gesetz gegen Kostenfallen unter dem Stichwort faire Verbrauchervertr├Ąge┬áverabschiedet, in der es u.a. auch um verk├╝rzte K├╝ndigungsfristen geht.

Das Problem: Selbst wenn die Anbieter verpflichtet sind, auf den monatlichen Abrechnungen das Datum f├╝r den letztm├Âglichen K├╝ndigungstermin (Achtung: Stichtagsdatum bedeutet, dass die K├╝ndigung beim Anbieter eingehen und nicht erst abgeschickt werden muss) zu vermerken: Schaust du dir deine monatliche Handyrechnung wirklich so genau an?

Tipp: Keine lange Bindung bei SIM-only

Na logo: Wenn du deinen Handytarif fristgerecht k├╝ndigst, hast du erst gar nicht erst Probleme mit diesem ┬╗Fallstrick┬ź. Solltest du dich f├╝r SIM-only-Tarife (also Vertr├Ąge ohne Handy) entscheiden, raten wir dir, ausschlie├člich monatlich k├╝ndbare bzw. flexibel k├╝ndbare Tarife ohne lange Vertragslaufzeit (max. 3 Monate) zu w├Ąhlen.

Alles andere ist einfach nicht mehr zeitgem├Ą├č. Und so kannst du dich auch jederzeit wieder lossagen, sollte dir bspw. das Mobilfunknetz nicht gefallen.

Zu k├╝ndigen, um einer automatischen Vertragsverl├Ąngerung zu entgehen, ist ├╝brigens laut einer Studie aus dem Jahr 2020 der Haupt-K├╝ndigungsgrund der Deutschen:

Letzte Aktualisierung: 12.5.2020
Umfrage: Darum k├╝ndigen Verbraucher ihren Handyvertrag

Lesen ┬╗

Eine neue Umfrage nennt die wichtigsten Gr├╝nde f├╝r die K├╝ndigung eines Handyvertrags

Aktionszeitraum f├╝r Cashback und andere R├╝ckzahlungen

2Wo wir beim Thema ┬╗Verpassen┬ź sind: Die effektiven Kosten f├╝r den Tarif sind nur aufgrund von Cashback und anderen Angeboten so attraktiv? Willst du dir Gratiszugaben sichern, den Anschlusspreis zur├╝ckholen oder einen attraktiven Bonus f├╝r die Rufnummernmitnahme sichern?

Dann achte unbedingt auf den Aktionszeitraum und auf eventuelle Bedingungen, an die Auszahlungen & Co. gekn├╝pft sind.

Tipp: Zeitraum f├╝r Cashback und andere Aktionen genau notieren

Am besten tr├Ągst du dir eine Erinnerung in deinen Kalender ein, um wichtige Termine nicht zu verpassen.

Denn: Ist der ausgerufene Zeitraum vorbei, wird es nichts mehr mit Auszahlungen oder R├╝ckzahlungen. Verschenktes Geld, sozusagen.

Handy Kostenfalle
Verpasste Termine f├╝r Cashback und andere Aktionen k├Ânnen schnell zur Handy Kostenfalle werden

Tarif-Kosten: Du bist ├╝berversorgt und zahlst zu viel

3Ein Angebot klingt zu gut, um wahr zu sein? Allerdings: Bist du ├╝berversorgt, zahlst du einfach zu viel, egal, wie gut der Deal vermeintlich auch sein mag.

Klar klingt es erstmal spitze, wenn du richtig viel Datenvolumen im Tarif bekommst. Aber brauchst du das ├╝berhaupt, gerade in Hinblick auf die Tarif-Kosten?

Wenn du ohnehin selten mobil surfst, reichen vielleicht auch 1 bis 3 Gigabyte, was unter dem Strich dann eben auch g├╝nstiger im Monat sein kann. Also: Mach dir noch vor Abschluss Gedanken dar├╝ber, was du wirklich brauchst.

Wenn das Bundle doch zu teuer ist ÔÇŽ

Ein Bundle aus Handytarif mit Smartphone f├╝r nur 1 ÔéČ? Das MUSS doch ein guter Deal sein, oder?

Nicht unbedingt, schlie├člich solltest du mit s├Ąmtlichen Kosten kalkulieren. Nicht viel geholfen ist dir, wenn die monatliche Grundgeb├╝hr dann beispielsweise doch viel zu hoch ist.

Tipp: Den passenden Tarif finden

Zugegeben, so ganz einfach ist es nicht, herauszufinden, welcher Handytarif nun am besten passt.

Bist du dir unsicher, solltest du unsere Bedarfsanalyse checken.

Letzte Aktualisierung: 3.1.2021
Welcher Handytarif passt am besten zu mir?

Lesen ┬╗

Welcher Handytarif ist der passende?

Oder wirf einen Blick in die g├╝nstigsten und besten Handytarife.

Letzte Aktualisierung: 1.4.2021
Beste Handytarife im April 2021: Das ist dein bester Handyvertrag!

Lesen ┬╗

Handytarife-Test

Grundgeb├╝hr steigt nach der Mindestlaufzeit ÔÇô oder schon davor

4Oft┬ágelten Rabatte f├╝r Neukunden nur als Lockmittel f├╝r die erste Mindestvertragslaufzeit. Hei├čt: Nach zwei Jahren steigt die Grundgeb├╝hr deutlich an.

Wenn die Diskrepanz zwischen Aktionspreis und Streichpreis (das, was der Tarif eigentlich kostet) allzu hoch ist, ist eine rechtzeitige K├╝ndigung elementar (da w├Ąren wir wieder bei Kostenfalle Nummer 1 ÔÇŽ).

Die wohl prominentesten Beispiele daf├╝r sind vermutlich mobilcom-debitel und Klarmobil. Wer hier eine K├╝ndigung verpasst hat, bekommt es meist mit ordentlichen Preissteigerungen zu tun.

Und das dann auch noch f├╝r ein komplettes Jahr, wenn die automatische Vertragsverl├Ąngerung greift. Fies!

Doch auch w├Ąhrend der ersten Laufzeit kann sich die Grundgeb├╝hr steigern.

  • W├Ąhrend du bei einem Aktionspreis von 0 ÔéČ f├╝r 6 Monate (was dann klein daneben oder nur im Sternchentext steht) noch stutzig wirst,
  • k├Ânntest du bei einer Grundgeb├╝hr von 4,99 ÔéČ f├╝r 12 Monate (und das wird dann so gut es geht versteckt) schon weniger dar├╝ber stolpern, dass der Tarif ab dem 13. Monat mehr kosten wird.

Lass dich also nicht von allzu niedrigen Aktionspreisen locken, sondern hinterfrag diese und wirf einen (ganz) genauen Blick ins Kleingedruckte.

Tipp: Flexible Tarife ohne Preissteigerung w├Ąhlen

Wenn du eher zur Wechselfaulheit neigst, w├Ąhle lieber gleichen einen Vertrag ohne Laufzeit und ohne Preissteigerung aus.

Nicht jeder Flex-Tarif bleibt im Preis immer gleich (auch hier aufs Kleingedruckte achten) Ôłĺ du wirst ihn nur schneller wieder los und der finanzielle ┬╗Schaden┬ź bleibt im Rahmen.

Handyvertrag Kostenfalle
Handyvertrag Kostenfalle: Typische Fallstricke sind Drittanbieterdienste und Testabos

Kostenfalle Datenautomatik: 3x teuer nachbuchen

5

Eine weitere Kostenfalle ist die Datenautomatik, eine Art Vorab-Vereinbarung, die du zusammen mit dem Vertragsschluss mit deinem neuen Anbieter triffst.

In dieser Bezeichnung schwingt ja vielleicht mit, dass sich dein Anbieter automatisch um frisches Highspeed-Datenvolumen k├╝mmert, sobald du dein Datenvolumen versurft hast. Also nicht in die Drosselung f├Ąllst, mit der kein Weitersurfen mehr m├Âglich scheint.

Es wird aber unverh├Ąltnism├Ą├čig teuer automatisch kostenpflichtig nachgebucht, sofern du einen Tarif mit solch einer Datenautomatik (Paradebeispiel: Drillisch oder Vodafone SpeedGo) erwischt hast. Bis zu 3x nachbuchen, das kann ganz sch├Ân ins Geld gehen.

Und das Datenvolumen selbst ist angesichts der Preise mehr oder weniger ein Witz (oder sagen wir treffender: Wucher).

Die gute Nachricht lautet: Eine Datenautomatik l├Ąsst sich k├╝ndigen (bzw. deaktivieren).

Und ein Lob an Tarife im Telekom-Netz: Hier gibt es erst gar keine Datenautomatik.

Extra-Kosten vermeiden: Datenautomatik deaktivieren

Ganz klar: Die Datenautomatik ist ein altes Relikt der Mobilfunkanbieter und eine potenzielle Kostenfalle. Vor allem, wenn der Tarif nicht allzu viel Datenvolumen bietet.

Achte darauf, diese direkt zu k├╝ndigen, oder nutze Datenverbrauch-Apps und lass dich fr├╝hzeitig und nicht kurz vor knapp warnen (Stichwort: Datentaktung).

Letzte Aktualisierung: 17.9.2020
Datenautomatik deaktiveren? Kostenfalle oder Komfort-Leistung? (Tipps & Tricks)

Lesen ┬╗

Datenautomatik

Also: Keine Angst vor Tarifen mit Datenautomatik! Du solltest nur wissen, wie man sie wieder loswird, und das schnell!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl├Ąrung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Voraktivierte Testoptionen: Nur im ersten Monat gratis, danach kostspielige Abofalle

6

Wo wir gerade bei (k├╝ndbaren) Zusatzoptionen sind: Vor allem in den g├╝nstigen Tarifen von mobilcom-debitel oder Klarmobil / crash, die du ├╝ber sogenannte Reseller und nicht direkt bei den Providern selbst abschlie├čt, ist das fiese Ph├Ąnomen der voraktivierten Testoptionen zu beobachten.

Und das funktioniert so: Der Tarif, den du neu abschlie├čt, bietet dir im ersten Monat eine ┬╗Try & Buy Option┬ź an.

Die ist erst mal gratis, wenn du sie aber nicht rechtzeitig im Testzeitraum deaktivierst (z.B. ├╝ber den Online-Kundenservice), fallen daf├╝r ab dem zweiten Monat Extrakosten an Ôłĺ und das wom├Âglich f├╝r die kompletten 2 Jahre Handyvertragslaufzeit, du landest quasi in einer Abofalle.

Zu den typischen Testoptionen geh├Âren etwa Kaspersky Security oder YouTV. Die App-Dienste m├Âgen ja vielleicht ganz hilfreich sein, aber m├Âchtest du daf├╝r wirklich monatlich bezahlen? Das macht mitunter den Schn├Ąppchenpreis f├╝r einen Vertrag zunichte.

Tipp: Testoptionen sofort (!) k├╝ndigen

Hier hilft wirklich nur eins: Testoptionen, sofern ungew├╝nscht, solltest du direkt mit der Bestellung deines Handyvertrags k├╝ndigen. Und zwar, sobald dieser aktiviert wird.

Das darfst du auf keinen Fall vergessen. Wir bei den SmartphoneFreunden weisen dich nat├╝rlich darauf hin, wenn ein Anbieter entsprechende Tarife mit diesen Testoptionen am Start hat.

Kostenfalle Drittanbieter-Abos: Einmal deaktivieren, bitte

7Neben durchaus praktischen Drittanbieter-Dienstleistungen wie dem Kauf von Parktickets oder Veranstaltungskarten, die dann ├╝ber die Handyrechnung bezahlt werden, sind Drittanbieter-Abos leider zu einer typischen Kostenfalle geworden.

Schnell ist ein ungewolltes Abo abgeschlossen, zum Beispiel bei Klick auf einen Werbebanner. Damit landest du ungewollt in der Abofalle, die Kosten werden monatlich ├╝ber die Handyrechnung eingezogen.

Immerhin: Seit 1.2.2020 schreibt die Bundesnetzagentur vor, Drittenbieterabonnements ├╝ber das sogenannte Redirect-Verfahren abzurechnen. Hei├čt: Du wirst auf eine neue Seite weitergeleitet, auf der du aktiv den Kauf bzw. Abschluss best├Ątigen musst. Das soll ungewollt abgeschlossenen Abos den Riegel vorschieben.

Tipp: Mit Drittanbietersperre Zusatzkosten vermeiden

Der beste Schutz: Direkt ├╝ber deinen Provider eine Drittanbietersperre einrichten.

Viele Provider unterst├╝tzen auch die Sperre ausgew├Ąhlter ÔÇ×KategorienÔÇť, so kannst du etwa Spiele- und Klingelton-Abos sperren, den Kauf von Tickets (Bahn, Parkscheine) aber offenhalten.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl├Ąrung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

In-App-K├Ąufe: Zu schnell in der Kostenfalle

8Obacht am Handy: Mobile Games und andere Apps verleiten dazu, immer mehr Geld auszugeben. Etwa, indem sie bestimmte Hirnareale nach dem Gl├╝cksspiel-Prinzip triggern.

Oder Erfolge, besondere Abzeichen, zeitliche Boni oder andere ┬╗Leistungen┬ź versprechen. Mag legitim sein, wenn du schnell im Spiel weiterkommen willst. Die Gefahr ist aber gro├č, dass sich diese K├Ąufe zu gro├čen Betr├Ągen aufsummieren.

Achte auch darauf, ob durch App-Abos monatliche Kosten anfallen.

Bei hohen Rechnungen durch In-App-K├Ąufe helfen die Verbraucherzentralen weiter.

Tipp: Gegen In-App-K├Ąufe Passwortsperre einrichten und Guthabenkarten verwenden

F├╝r Kinder ist wohl die Einrichtung einer Passwort-Sperre die beste L├Âsung. So kannst du f├╝r Android etwa ├╝ber den Google-Play-Store in den Einstellungen (siehe Bild) festlegen, alle K├Ąufe durch die Eingabe eines Passwortes abzusichern.

Eine Alternative ist der Kauf von Google Play Karten oder iTunes Karten. Damit kannst du dein Guthaben im Google Play Store oder bei iTunes aufladen. Praktischer Nebeneffekt: Beide Karten gibt es aktionsweise immer mal wieder g├╝nstiger.

Das funktioniert dann wie eine Prepaid-Handykarte, sodass du eben nur das Geld verbrauchen kannst, das du selbst aufl├Ądst. Neigst du dazu, zu viel Geld auszugeben, bist du so sicherer unterwegs, als wenn du Bankkonto oder Kreditkarte hinterlegst.

Kostenfalle In-App-K├Ąufe
In-App-K├Ąufe: Durch Passwort-Eingabe (im Google Play Store einrichten) l├Ąsst sich die Kostenfalle vermeiden

So wird das Handy im Ausland zur Kostenfalle

9Zwar gilt mittlerweile in der EU das regulierte Roaming, du kannst den Handyvertrag also wie Zuhause nutzen. Aber aufgepasst, es gibt Ausnahmen.

  • Au├čerhalb der EU kann das mobile Surfen oder Telefonieren teuer werden. Auch Auslandspakete sind oft teuer.
  • Auf Kreuzfahrt oder im Flugzeug f├Ąllst du (auch innerhalb der EU) schnell in den sehr teuren Satelliten-Tarif.
  • Mailbox-Anrufe im Ausland: Rufumleitungen k├Ânnen im Ausland teuer werden.
  • Teure Ping-Anrufe aus dem Ausland: Eine Zeit lang um 2018/2019 eine problematische Masche: Ping-Anrufe aus dem Ausland klingelten nur einmal bei dir durch. Bei R├╝ckruf wurde es teuer. Mittlerweile hat die Bundesnetzagentur eine Pflicht zur kostenlosen Preisansage f├╝r internationale Vorwahlen durchgesetzt, sodass die Wahrscheinlichkeit, in die Kostenfalle zu tappen, reduziert wird.
Tipp: Gut vorbereitet ins Ausland

Vor dem Auslandsaufenthalt kannst du dir kurz Gedanken ├╝ber deine Handynutzung machen, um gerade au├čerhalb der EU Kostenfallen zu vermeiden:

  • Eine lokale SIM-Karte vor Ort gekauft, hilft, teure Roamingkosten zu vermeiden.
  • Informiere dich alternativ bei deinem Provider ├╝ber Auslandspakete.
  • Auf Kreuzfahrt oder im Flugzeug gilt: Handy besser abschalten oder (ebenfalls nicht sonderlich g├╝nstige) ┬╗Bordp├Ąsse┬ź buchen.
  • Mailbox abschalten und auf Rufumleitungen verzichten.

Ungewollte Geb├╝hren: Rufumleitungen trotz Allnet-Flat kostenpflichtig?

10Auch Rufumleitungen k├Ânnen teuer werden, selbst dann, wenn du eine Allnet-Flat gebucht hast und innerhalb von Deutschland telefonierst.

Soll hei├čen: L├Ąsst du eingehende Anrufe auf eine andere Nummer weiterleiten, zum Beispiel auf dein privates Handy, dann k├Ânnen daf├╝r Geb├╝hren pro Minute anfallen. Die eben nicht von deiner Sprachflat abgedeckt werden.

Tipp: Kosten f├╝r Rufumleitungen rechtzeitig checken

Bevor du Rufumleitungen einrichtest, unbedingt die Kosten checken.

Besser: Noch vor Wechsel in einen Tarif das Kleingedruckte ├╝berpr├╝fen, falls du Rufumleitungen fest einplanst. Gerade l├Ąngere Telefonate k├Ânnen sonst trotz Allnet-Flat unangenehm teuer werden.

Kostenfalle Handytarif
Kostenfalle Handytarif: Rufumleitungen und schlechte Taktung k├Ânnen sich schnell zu gr├Â├čeren Betr├Ągen aufsummieren

Die Mailbox als teure Kostenfalle?

11Passend zur Rufumleitung oben: Wenn deine Mailbox aktiviert ist und du eine Nachricht abh├Ârst, besteht nach dem Abh├Âren die M├Âglichkeit, direkt aus der Mailbox beim Absender anzurufen.

Unglaublich, aber: Selbst wenn du eine Allnet-Flat gebucht hast, k├Ânnen dann Extrakosten anfallen. Wobei die genauen Kosten f├╝r Aus-der-Mailbox-Telefonieren oftmals unklar sind.

Im EU-Ausland kommt noch eine weitere Besonderheit dazu: Zwar sind eingehende Mailbox-Nachrichten kostenlos (gem├Ą├č EU-Roaming-Regulierung), f├╝rs Telefonieren aus der Mailbox heraus gilt jedoch dasselbe wie im Inland.

Im Nicht-EU-Ausland wird es doppelt schlecht: Bist du nicht erreichbar und hast deine Mailbox geschaltet, zahlst du f├╝r die Weiterleitung des Anrufers zu deiner Mailbox mit.

Hier wird so getan, als bef├Ąnde sich die Mailbox mit dir zusammen im Ausland. Fragst du dann deine Mailbox im (Nicht-EU-)Ausland ab, entstehen erneut Kosten (kurioserweise dann zum Mailbox-Server in Deutschland, wie bei einem Anruf).

Tipp: Nicht aus der Mailbox heraus telefonieren

Solange diese Kostenfalle nicht klar reguliert wird, hei├čt es: Besser nicht nach der Mailbox-Abfrage aus der Mailbox heraus telefonieren.

Und f├╝rs Nicht-EU-Ausland gilt: Auf Reisen am besten immer die Mailbox vorher deaktivieren.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl├Ąrung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Teure Sonderrufnummern: Bis zu 3 ÔéČ pro Minute!

12Wo wir gerade beim Thema Telefonate sind: Viele Servicenummern sind kostenlos. Aber es gibt sie noch immer, die teuren Sonderrufnummern. Gerade die 0900 ist ein typischer Kandidat.

Nummern aus diesem Block k├Ânnen gerne bis zu 3 Euro die Minute oder 30 Euro pro Anruf kosten. Da hilftÔÇÖs auch nicht viel, wenn nach einer Stunde die Verbindung automatisch getrennt werden muss.

Hier ein paar g├Ąngige Beispiele f├╝r Sonderrufnummern:

  • 0900: Premium-Dienste, einst unter der 0190, d├╝rfen bis zu 3 ÔéČ pro Minute / 30 ÔéČ pro Anruf kosten
  • 0137x: H├Ąufig f├╝r Gewinnspiele verwendet, meist 14 Cent die Minute bzw. 50 Cent bis 1 ÔéČ pro Anruf aus dem Festnetz, aus den Mobilfunknetzen teurer (oft ├╝ber 1 ÔéČ pro Anruf)
  • 0180x Nummern: 14 Cent pro Minute / 20 Cent Pro Anruf aus dem Festnetz, 42 Cent pro Minute / 60 Cent pro Anruf aus dem Mobilfunknetz
  • 0800: Servicenummern, kostenfrei aus dem Mobilfunk- und Festnetz

Immerhin, die guten Nachrichten:

  • Warteschleifen bei Sonderrufnummer sind seit Juli 2013 kostenlos
  • f├╝r Premium-Dienste gilt eine Preisansagepflicht nach ┬ž 66b TKG und ┬ž 67 Abs. 1 S. 1 TKG ÔÇô du erf├Ąhrst also, wie teuer ein Anruf wird, die Preisansage ist kostenlos
Tipp: Sonderrufnummern besser aus dem Festnetz w├Ąhlen

Sonderrufnummern sind aus dem Festnetz meist g├╝nstiger. Bei der 0180x ist es schon ein Unterschied, ob du nun 14 oder 42 Cent pro Minute bezahlst.

Achte unbedingt auf die Preisansage, die dich ├╝ber teure 0900-Nummern informiert.

Vorbestellungen mit unbekannter Lieferzeit

13Wie k├Ânnen Vorbestellungen mit langer oder unbekannter Lieferzeit zur Kostenfalle werden? Das ist zum Beispiel relevant, wenn du ein Bundle aus Handy mit Tarif abschlie├čt: Der Tarif wird sofort aktiviert, das Smartphone l├Ąsst noch auf sich warten.

Zum Beispiel, weil es Lieferengp├Ąsse gibt.

Bekannter Fall: Der Handyvertrag mit Spielkonsole: Nutzer*innen schlossen Vertr├Ąge ab, um ├╝ber diesen Umweg noch an eine Playstation 5 zu kommen. Die war aber in einigen F├Ąllen nicht lieferbar.

Tipp: Lieferangaben f├╝r Handy und Zugaben beachten

Hier hilft nur eins: Im Zweifelsfall immer auf die Lieferzeitangabe der Shops achten.

Und gegebenenfalls erfragen, ob der Handyvertrag per sofort aktiviert wird.

Prepaidkarten: Kosten durch automatische Aufladung

14Prepaid-Tarife sind eigentlich aufgrund ihrer Flexibilit├Ąt und Kostenkontrolle beliebt. Bei vielen Providern kannst du allerdings die automatische Aufladung aktivieren.

Etwa, wenn dein Guthaben unter eine bestimmte Grenze sinkt oder aber zu einem bestimmten Termin (wie dem Monatsersten).

Das kann aus zwei Gr├╝nden kritisch sein: Erstens kann sich bei regelm├Ą├čiger Buchung schnell ein hoher Betrag ansammeln (du l├Ądst etwa regelm├Ą├čig automatisch 15 ÔéČ auf, deine gebuchte Option kostet aber nur 7,99 ÔéČ je vier Wochen).

Trotz vermeintlicher Sicherheit durch die Prepaid-Karte werden In-App-K├Ąufe oder Drittanbieterabos (siehe oben) zweitens doch teuer f├╝r dich ÔÇô da ja immer wieder neues Guthaben aufgeladen wird.

Tipp: Prepaidguthaben lieber manuell aufladen

Auch wenn es bequem ist: Lade Prepaidguthaben lieber manuell auf, um mehr Sicherheit ├╝ber deine Ausgaben zu haben.

Hast du eine Option gebucht, bekommst du in der Regel eine Information per SMS, sollte diese aufgrund fehlenden Guthabens nicht verl├Ąngert werden k├Ânnen.

Schlechte Taktung: Du zahlst die volle Minute

15Besonders bei Prepaidtarifen relevant: Achte auf die sogenannte Taktung.

Diese gibt an, wann ein Gespr├Ąch abgerechnet wird: Je Sekunde oder pro Minute? Bei der verbreiteten 60/60 Taktung wird nach Minute abgerechnet. Eben auch, wenn du nur kurz durchklingelst und das Gespr├Ąch nur wenige Sekunden dauert.

Bei Minutenpreisen von meist 9 Cent (bzw. in den meisten F├Ąllen sind ja ohnehin Allnet-Flat oder Minutenpakete gebucht) nur bedingt eine Kostenfalle, bei vielen kurzen Gespr├Ąchen im Basistarif k├Ânnen sich die Mehrkosten aber aufsummieren.

Tipp: Taktung beachten

Viele Tarife berechnen die volle Minute (Taktung: 60/60, d.h. sowohl in der ersten Gespr├Ąchsminute volle 60 Sekunden als auch ab der zweiten Minute immer jeweils minutengenau), auch wenn Gespr├Ąche nur wenige Sekunden dauern.

Die besten Taktung ist 1/1, dort wird sekundengenau abgerechnet.

Nicht zu verwechseln mit 60/1 (oder 30/1), dort werden kurze Gespr├Ąche mit der vollen Minute (oder halben Minute) und ab der 61. Sekunde (ab der 31. Sekunde) sekundengenau abgerechnet.

Die Abrechnung ┬╗minutengenau┬ź ist also im Grunde die schlechteste Variante.

Informationen zur Taktung findest du im Kleingedruckten oder den Tarifdetails, mitunter allerdings gut versteckt.

Mein Fazit


Besser gut informiert, als sp├Ąter draufzahlen. So l├Ąsst sich der beste Schutz vor ungewollten Handy-Kostenfallen wohl beschreiben. Die Wahl eines guten zu dir passenden Vertrags ist bereits die halbe Miete. Ber├╝cksichtigst du dann noch unsere Tipps, kannst du ungewollte Zusatzkosten vermeiden. Du bist doch in die Kostenfalle getappt? Dann noch einmal hier der Verweis auf die Verbraucherzentralen, die in vielen F├Ąllen weiterhelfen k├Ânnen. Einige wichtige Anlaufstellen habe ich unten in den Quellen f├╝r dich verlinkt.
Daniel (Redaktion)
Daniel (Redaktion)
Quellen
verbraucherzentrale.de: Beschwerde melden | verbraucherzentrale.de: Kostenfallen bei Smartphones | klicksafe.de: Viele Informationen rund um das Smartphone, u.a. Brosch├╝re ┬╗Smart mobil!?┬ź zum Download | verbraucherzentrale.de In-Game- und In-App-K├Ąufe: Wenn virtueller Spielspa├č teuer wird | Verbraucherzentrale Hamburg In-App-K├Ąufe f├╝rs Handy: M├╝ssen Eltern zahlen? | verbraucherzentrale: Alle Beitr├Ąge zu Mobilfunk und Festnetz | mobilsicher.de: Kostenfallen auf dem Handy: Apps, Abos, Roaming | Stiftung Warentest: Telefonieren ins Ausland: Kontakt halten und Kostenfallen vermeiden | Medienkompetenz Rheinland-Pfalz: Handy und Internet: Tipps gegen Kostenfallen (als PDF, von 2008, aber dennoch lesenswert) Bundesnetzagentur zu Drittenanbietern | Handysektor zum Thema Kostenfallen | Stiftung Deutschland im Plus setzt sich f├╝r finanzielle Bildung und gegen ├ťberschuldung ein | Telekommunikationsgesetz (TKG) ┬ž66d zu Preish├Âchstgrenzen f├╝r Servicenummern (alle zuletzt am 8.2.2021 abgerufen)
Diskutiere mit uns und anderen!

Von welchen Kostenfallen kannst du in deinen Handytarifen berichten?

Schreib einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here


Bevor du kommentierst: Unser Hinweis f├╝r freundliche Kommunikation
Bei den SmartphoneFreunden achten wir sehr auf eine FREUNDliche (!) und respektvolle Diskussionskultur. Deine Meinung interessiert uns sehr, wir werden uns aber vorbehalten, Kommentare zu l├Âschen, die sich nicht direkt auf das Thema beziehen oder anscheinend nur unsere Redaktion oder Leser(innen) herabw├╝rdigen sollen (sachliche, konstruktive Kritik ist nat├╝rlich ausdr├╝cklich erlaubt). Im Grunde ist es ganz einfach: Stell dir beim Kommentieren einfach vor, als ob du dich mit tats├Ąchlich im Raum anwesenden Personen unterh├Ąltst.